BUND Rhein-Sieg-Kreis


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22.07.06 - Adlerfarn mähen im Naafbachtal bei über 30°C im Schatten

Aktionsfoto-Lager > Aktionsfotos 2006


Adlerfarn mähen im Naafbachtal bei über 30°C im Schatten


Ingersauel: Am Samstag, dem 22.7.2006, begann die gemeinsame Pflegeaktion von der Bürgerinitiative zum Erhalt des Naafbachtals und der Kreisgruppe des BUND. Schon um 6 Uhr morgens fingen die Ersten an, um möglichst viel des geplanten Tagewerks vor der großen Hitze erledigen zu können. Dieses Konzept ging auf, und so blieb nach etlichen Stunden schweißtreibender Arbeit mit Sense, Balkenmäher, Motorsense und Heugabel noch genügend Zeit für die insgesamt fünf Aktiven, eine ausgedehnte Siesta im Schatten der Bäume abzuhalten. Gemütlich gefeiert wurde dann allerdings erst am Abend und bis in die Nacht hinein nach weiteren Stunden Arbeit am Nachmittag. Die gemütliche Runde in der Scheune in Ingersauel war entsprechend größer. Etwa 15 Leute der Initiative und des BUND kamen hier zusammen und sorgten für eine tolle Bewirtung.

Die Arbeitsaufgabe bestand darin, die bereits im letzten Jahr gemähten Adlerfarnflächen noch einmal zu schneiden, um diese Pflanzen durch den Verlust der Blätter möglichst stark zu schwächen. In ein paar Jahren mit ähnlich radikaler Behandlung soll der Farn, der über dicke Speicherorgane verfügt und Ausläufer treibt, vom südexponierten Hang des Naafbachtals weitgehend verschwunden sein. Statt dessen erwarten die Naturschützer dann eine artenreiche, wärmeliebende Pflanzengesellschaft.
Der Adlerfarn ist zwar einheimisch, jedoch als Forstunkraut bekannt. Er vermag Rodungsflächen und Wiesenbrachen innerhalb kurzer Zeit vollständig zu erobern und nahezu dauerhaft für sich in Anspruch zu nehmen. Natürlicherweise würde der Adlerfarn im Waldland Deutschland durch die Konkurrenz der Bäume in Schach gehalten. Fehlt indes in der offenen Kulturlandschaft dieser Überstand aus Bäumen, ist es an manchen Orten sinnvoll, ihn gezielt durch Mahd zurückzudrängen, um insgesamt die bunte Biotopvielfalt zu erhalten.

Die Maßnahme ist mit der Unteren Landschaftsbehörde und der Biologischen Station abgestimmt.

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Fotos: Achim Baumgartner

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