BUND Rhein-Sieg-Kreis


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Die Gewässerrenaturierung

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Die Siegmündung – die Gewässerrenaturierung

Nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) müssen in den nächsten Jahren alle natürlichen Gewässer in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden. Deshalb muss auch der Sieg mehr Raum für eine dynamische Entwicklung gegeben werden. An der Sieg sind dazu vergleichsweise wenige bauliche Maßnahmen geplant, der Fluss soll sich aus eigener Kraft mehr Raum und natürliche Strukturen schaffen. Gleichwohl passiert dies nicht unkontrolliert, sondern in den Grenzen eines von der Wasserbehörde festgelegten Entwicklungskorridors.


Natur pur – hier konnte sich die Sieg bereits aus eigener Kraft entwickeln.

Kanalisierte Natur – im Mündungsgebiet verhindern mehrere Kilometer lange Uferbefestigungen aus Basalt der Sieg jegliche Entwicklungsmöglichkeit.

Der BUND unterstützt das Konzept der Entwicklungskorridore ausdrücklich, lassen sich doch auf diese Weise besonders naturnahe Gewässer entwickeln. Die Pläne der Bezirksregierung Köln (Stand 2014) sprechen der Sieg jedoch nur einen reduzierten Entwicklungskorridor zu: Er beschränkt sich auf eine Fläche von lediglich 178 Hektar; wenigstens 330 Hektar, also knapp doppelt so viel, wären relativ leicht möglich. Die ersten Pläne waren weitergehend; sie wurden jedoch zurückgenommen, um tatsächliche bzw. vermeintliche Konflikte mit Freizeitnutzungen, mit den vor Ort tätigen Landwirten und den Kommunen zu mindern.

Aufgegeben wurde auch der Plan, den Meindorfer Sportplatz aus der Aue herauszulegen und den Sommerdeich auf der Troisdorfer Seite zu öffnen. Dadurch gehen dem Fluss ca. 100 Hektar dynamischer Auen verloren. Um den Überschwemmungsbereich der Sieg deutlich zu erweitern und damit den Hochwasserschutz an Sieg und Rhein zu verbessern, hätten die Winterdeiche zurückverlegt werden müssen. Dazu bestand zu keinem Zeitpunkt die Bereitschaft. Stattdessen werden die bestehenden Deiche auf Troisdorfer Seite mit hohen Kosten saniert – eine wenig zukunftsweisende Entscheidung.

Nur für etwa ein Fünftel der rückholbaren Aue ist aktuell die Renaturierung geplant – zu wenig aus Sicht des BUND.

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