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PM_171010_A3-Planung_ohne_Oeffentlichkeitsbeteiligung

Pressemitteilungen > 2017

A3-Planung bislang ohne Öffentlichkeitsbeteiligung

Rhein-Sieg-Kreis,10.10.2017: Aktuell plant der Landesbetrieb Straßen.NRW die "Gesamtinstandsetzung" der Bundesautobahn A3 im Kreisgebiet. Bis Anfang Oktober wurden die Stellungnahmen der "Träger öffentlicher Belange" für den Abschnitt zwischen dem Autobahnanschluss Lohmar und dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg eingeholt. Geplant ist die Maßnahme offiziell als Baumaßnahme unwesentlicher Bedeutung, weshalb ein Planfeststellungsverfahren mit der entsprechenden Beteiligung der breiten Öffentlichkeit nicht vorgesehen ist.

Der BUND Rhein-Sieg widerspricht dieser Einschätzung. Er fordert ein Planfeststellungsverfahren, das die Einbindung der Bevölkerung und der kommunalen Räte in das Verfahren garantiert. Denn im Zuge der Gesamtinstandsetzung wird der Lärmschutz an der Autobahn erneuert und erweitert, werden sieben bestehende Unterführungen ausgetauscht und damit komplett neu errichtet und wird ein Regenrückhaltebecken an der Frankfurter Straße neu angelegt. Insbesondere der Lärmschutz und die Neugestaltung der sieben Straßendurchlässe (z.B. der Alten Lohmarer Straße in Siegburg oder der Frankfurter Straße in Sankt Augustin) sind von hohem öffentlichem Interesse. Weiterhin sind natürlich auch andere öffentliche Belange wie der Biotopverbund relevant, immerhin durchschneidet die Autobahn etliche Naturschutzgebiete.

"Wenn eine Autobahn, die in den 1930er Jahren errichtet wurde, nun derart tiefgreifend neu aufgebaut wird, ist es erforderlich, moderne Anforderungen zu berücksichtigen. Jetzt auf sozial zumutbare Unterführungen und funktionierende Hilfen für den Biotopverbund zu verzichten, wäre eine echte Verschwendung von Steuergeldern. Es muss nun eine Planung entwickelt werden, die alte Fehler korrigiert und die Zerschneidungswirkung der A3 für Mensch und Natur deutlich mindert.", betont der Sprecher des BUND Rhein-Sieg, Achim Baumgartner.

Konkret sieht der BUND Rhein-Sieg Änderungsbedarf der Planungen gerade bei der Unterführung im Bereich des Deponiegeländes in Sankt Augustin. Der aktuelle Querschnitt der Gemeindestraße reicht dort nicht aus, um den LKW-Verkehr und den umfangreichen Fahrradverkehr sicher und ausreichend zu trennen. Ein ähnlicher Anpassungsbedarf besteht auch bei anderen Straßenunterführungen unter der A 3 hindurch in Lohmar, Siegburg oder Sankt Augustin. Im Fokus des BUND steht freilich der Durchlass des Rothenbaches zwischen dem Lohmarer Wald und der Aggeraue. Dort wären erhebliche Verbesserungen für den Biotopverbund und die Durchgängigkeit im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie bei dem jetzt anstehenden Neubau des Durchlasses möglich und geboten. Bisher fehlt eine überzeugende Planung dazu.

V.i.S.d.P.:
BUND-Kreisgruppe Rhein-Sieg
Achim Baumgartner (Sprecher)
Steinkreuzstraße 10/14
53757 Sankt Augustin
02241 145 2000

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